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„Sophie geht einfach kaum noch vor die Tür. Und die Schule wird immer mehr zum Drama. Jeden Morgen ist es ein Kampf, dass sie überhaupt das Haus verlässt. Seit zwei Jahren geht sie unregelmäßig, seit Wochen gar nicht mehr.“

Völlig verzweifelt rief mich eine Mutter vor einiger Zeit an. Und sie ist mittlerweile wirklich eine von vielen.

 

Kinder und Jugendliche haben immer mehr soziale Ängste

 

Vor allem Jugendliche ziehen sich immer öfter zurück, verletzen sich selbst, können die Welt scheinbar nicht mehr aushalten. Manche haben „einfach“ nur Angst, im Supermarkt zu fragen, wo die Milch steht, andere trauen sich nicht, im Geschäft nach der passenden Größe für ein T-Shirt zu fragen. Schüchterne Kinder gab es schon immer. Aber in den letzten Jahren – und zunehmend nach der Pandemie – beobachte ich, dass diese Ängste sich ausweiten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Kinder und Jugendliche kaum noch lebensfähig im Alltag sind. Ihnen fehlt jegliches Selbstvertrauen, der Druck, den sie nicht nur durch die Schule spüren, erschlägt sie, und die Lösung ist Rückzug, verbunden mit oder ohne körperliche Symptomen wie Bauch- und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen.

 

Die Angst, in die Schule zu gehen, wächst.

Auch früher hatte ich Kinder und Jugendliche im Coaching, die nicht mehr in die Schule wollten. Die hatten aber meist einen handfesten Grund. Und der war in vielen Fällen Mobbing. Absolut verständlich, dass sie nicht dahin gehen wollen, wo ihre Peiniger warten. Schon vor dem Schlafengehen haben sie Angst, wenn sie nur an den nächsten Tag denken. Auch diese Fälle gibt es noch zur Genüge. In den letzten Jahren kommen aber viele dazu, bei denen man auf den ersten Blick nicht sieht, warum sie nicht gehen wollen. Abends sind sie noch guter Dinge, doch morgens brechen sie dann zusammen. Manche Eltern versuchen wochenlang täglich, mit dem Kind zur Schule zu fahren und fahren unverrichteter Dinge wieder zurück. Was das für arbeitende Eltern neben der Sorge ums Kind bedeutet, kann man sich vorstellen.

 

Für neurodiverse Kinder ist Schule purer Stress

Die Robert Enke-Stiftung tourt mit dem Projekt „Impression Depression“ quer durch Deutschland, um nicht Betroffenen auf besondere Weise für das Thema Depression zu sensibilisieren. Mit VR-Brille erhält man ein Gefühl dafür, wie sich Depression anfühlt und kann ein bisschen besser erahnen, wie es sich damit lebt. Ähnliches würde ich mir für neurodiverse Themen wünschen. Wie ist es, als hochsensibles Kind, das alles extrem wahrnimmt –  Geräusche, Eindrücke, Gefühle – in einer Klasse zu sitzen und zur „Erholung“ auf den lauten, vollen, wuseligen Schulhof zu gehen? Das, was für die einen Spiel, Spaß und Abschalten bedeutet, ist möglicherweise für ein neurodiverses Kind zusätzlich purer Stress. Wie ist es, wenn ich AD(H)S habe und die ganze Zeit still sitzen muss, obwohl mein Bewegungsdrang so groß ist und mich alles um mich herum ablenkt von dem, worauf ich mich eigentlich konzentrieren soll? Wie ist es, wenn ich unter Ritalin stehe, weil es ohne einfach gar nicht mehr ging? Wie fühlt sich die Welt für neurodivergente Kinder und Jugendliche an?

 

Coaching als Alternative zu Therapie?

Therapieplätze sind rar, die Wartezeiten wahnsinnig lang. Also stellt sich natürlich die Frage, ob Coaching Therapie nicht ersetzen kann. Ein klares Jein ist die Antwort.

Selbstverständlich gibt es Themen und Diagnosen, die klar in Therapie gehören. Eine ausgewachsene Schulangst z.B., oder Depressionen. Wir Coaches sollten ganz klar unsere Grenzen kennen und den Eltern und Kindern gegenüber transparent aufzeigen, was wir leisten können und was nicht.

In solchen Fällen können wir nur die Wartezeit überbrücken und den Kindern und Jugendlichen helfen, ihren Alltag besser zu meistern. Wir können ihnen schon einmal Methoden an die Hand geben, mit denen sie sich lernen, selbst zu regulieren. Das bedeutet, dass wir ein wertvoller Baustein sein können, nicht noch tiefer in eine Krankheit abzurutschen, bis die Therapie endlich anfängt.

 

Nicht jedes Kind ist gleich krank

Und dann gibt es die vielen Kinder, die nicht krank sind. Die im Alltag strugglen, die Schwierigkeiten und Ängste haben, sich nichts zutrauen. Die möglicherweise sogar eine Diagnose haben, aber: Sie sind nicht krank und brauchen alle eine Therapie. Und manchmal kann Coaching genau das leisten: Kindern mit dem unterstützen, was sie jetzt gerade im Moment brauchen, um ihr Leben wieder selbst in den Griff zu bekommen. Das kann ein Wechsel des Blickwinkels sein, sich mal wieder selbst zu spüren, in dem, was sie ausmacht und was sie können. Eine Methode, die Ängste schwinden lässt. Manchmal reichen wenige Sitzungen, dass Kinder im Alltag wieder klar kommen, wieder in die Schule gehen. Kinder, die seit Monaten nicht mehr dort waren. Coaching kann Wege aufzeigen, wo vorher nur Blockaden waren.

 

Coaching ist schnelle Hilfe

Sophie, von der ich zu Beginn erzählt habe, ging tatsächlich nach dem zweiten Coaching wieder in die Schule. Sie war in ihrer Klasse die Älteste, da sie durch ihre massiven Fehlzeiten die Klasse wiederholte. Sie hatte keine Freundschaften dort. Das lag aber daran, dass sie kein Interesse an den anderen hatte, weil sie ihr zu kindisch waren. Sie war integriert, aber nicht interessiert. Über das Coaching konnte sie ihre Sicht darauf ändern und fing an, sich den anderen gegenüber ein bisschen offener zu zeigen. Dadurch gefiel ihr der Alltag wieder besser, und das Allerwichtigste: Sie machte den Abschluss der Klasse 9 und überlegte zwischendurch sogar, doch noch ein Jahr dranzuhängen, entschied sich dann aber dagegen. Sie brauchte nicht viel, um das letzte halbe Jahr zur Schule zu gehen – nur einen kleinen Schubs.

 

Und das ist Coaching oft: Ein kleiner Schubs.

Wenn du zum „professionellen Schubser“ werden möchtest, werde Kinder- und Jugendcoach. In meinem kostenlosen Webinar zeige ich regelmäßig, wie du als Kinder- und Jugendcoach durchstartest. Meine Vision ist, dass es überall auf der Welt qualitativ gut ausgebildete Coaches gibt, die Kinder und Jugendliche resilient für´s Leben machen. Coaching lernst du nicht über Videos, sondern über eine professionelle Ausbildung und durch´s Coachen selbst.

 

Selbstverständlich kannst du auch in einem persönlichen Gespräch mit mir noch viel mehr über diesen erfüllenden und sinnvollen Beruf erfahren. Dafür kannst du bei Klick auf den Link einen Termin über Calendly vereinbaren.

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